10 Gründe Warum Trading So Schwer Ist


Warum ist Trading so schwer? 10 Gründe

Wer es zum erfolgreichen Trader geschafft hat, dem steht eine finanziell unabhängige Zukunft bevor mit einem mehr als interessanten Beruf bevor. Doch ein Blick auf die Statistiken reicht aus, ein Großteil aller Trader (80 – 90 %) schaffen es nicht langfristig erfolgreich zu sein.

Die Gründe dafür variieren. Damit Du langfristig erfolgreich werden kannst, musst Du verstehen, wo die meisten Trader scheitern. In diesem Beitrag zeige ich Dir 10 Gründe, warum Trading so schwer ist. Nur so kannst Du es schaffen, diese Gründe und Fehler zu vermeiden.

10 Gründe Warum Trading So Schwer Ist:

  • Der Psychologische Aspekt
  • Keine Feste Strategie
  • Überfluss An Wissen
  • Falsche Erwartungen Durch Social Media
  • Auf einen Stopp-Loss Verzichten
  • Langeweile Beim Trading
  • Handeln Gegen Den Trend
  • Fehlender Chef Der Einen Korrigiert
  • Mathematischer Nachteil
  • Zu Viel Trading Pro Tag

Der Psychologische Aspekt

Am Ende musst Du im Kopf gewinnen, um an den Märkten erfolgreich zu sein. Um die eigene Strategie konstant zu handeln und emotionale Einflüsse zu ignorieren, müssen wir rational handeln. Leider sind wir Menschen alles andere als rationale Lebewesen.

Trading Schwer Verluste Rational Irrational

Diese Irrationalität zeigt sich besonders bei Anfängern sehr schnell. Jeder Trader kennt das Sprichwort “Verluste begrenzen – Gewinne laufenlassen”.

Was in der Theorie und auch für Außenstehende sehr einfach und nachvollziehbar klingt, ist in der Praxis einer der vielen Gründe, warum Trading so schwer ist.

Viele Trader sind nicht bereit, Verluste freiwillig zu akzeptieren. Dies ist auch der Hauptgrund, warum so viele Trader nach der perfekten Strategie suchen, welche immer richtig liegt. Glaub mir, wenn ich Dir sage, so eine Strategie gibt es nicht.

Das nicht akzeptieren von Verlusten führt dazu, dass Trades welche ins Minus laufen oder nicht mehr dem ursprünglichen Setup entsprechen, trotzdem offen gelassen werden. Ganz nach dem Motto “Irgendwann werden die Märkte schon wieder drehen”.

Als Trader muss man schon früh lernen, dass Verluste zum Tagesgeschäft gehören. Nur wer Verluste sofort begrenzt, kann langfristig erfolgreich bleiben.

Ein weiterer Grund warum Trading so schwer ist, liegt an dem Begrenzen von Gewinnen. Nachdem ein Trader große Verluste hingenommen hat, möchte dieser endlich wieder ein Erfolgserlebnis haben. Läuft nun ein Trade in den Gewinn, wird dieser sofort mitgenommen.

Wenn Du merkst, dass Dein durchschnittlicher Gewinn sehr niedrig ist und Dein durchschnittlicher Verlust sehr hoch, dann wird es höchstwahrscheinlich an diesem Punkt liegen.

Die einzige Möglichkeit, die Du nun hast, ist Dir Deiner eigenen Irrationalität bewusst zu werden. Führe am besten eine Liste, auf der Du notierst, sobald Du gegen die Weisheit “Verluste begrenzen – Gewinne laufenlassen” verstößt.

Keine Feste Strategie

Wenn ein Trader fragt, “warum ist Trading so schwer?” stelle ich oft fest, dass sein Trading aus dem Bauchgefühl läuft. Statt einer richtigen Strategie wird versucht möglichst dauerhaft im Markt zu sein.

Oft sehen Trader an jedem Punkt im Markt einen Grund einzusteigen. Doch durch das Fehlen einer Handelsstrategie kann langfristig nicht erfolgreich gehandelt werden.

Grundsätzlich folge ich der Idee das Trading einfacher wird, je weniger Variablen im eigenen Plan vorhanden sind. Je mehr fest strukturiert ist und keine Freiheit für Bauchgefühl-Entscheidungen bietet, desto erfolgreicher und auch rationaler kann gehandelt werden.

Um eine gut definierte Strategie führt also kein Weg dran vorbei.

Überfluss An Wissen

Warum ist trading so schwer

Überfluss an Wissen… Das klingt erstmal merkwürdig. Schließlich sind wir Menschen es gewohnt, je mehr wir über etwas wissen, desto besser werden wir in dieser Sache.

Doch vielleicht hast Du es bei Dir selbst schon gemerkt – Du lernst und lernst und lernst. Doch was passiert mit Deinen Resultaten beim Trading? Wirst Du wirklich besser?

Ich kenne viele Trader und kann auch aus eigener Erfahrung berichten, dass es oft nichts bringt zu viel zu lernen. Vor allem, wenn dieses Wissen aus verschiedenen Bereichen des Tradings kommt.

Mal lernte ich über Markttechnik dann Elliott Wellen und anschließend über das News-Trading und die Fundamental Analyse. Das Ergebnis? Immer wenn ich auf die Märkte guckte, hatte ich unendlich viele verschiedene Möglichkeiten und Tools gehabt, um den Chart vor mir zu handeln. Ein absolutes Chaos ohne auch nur den Hauch von Struktur.

Mein persönlicher Rat an Dich ist es, Dich “Vorgehensweise” die Dir Spaß macht zu konzentrieren. Statt mit Deinem Wissen in die Breite zu gehen, gehe lieber in die Tiefe. Denn im Endeffekt reicht eine gute Strategie bzw. ein gutes System aus, um den Rest Deines Lebens Geld mit Trading zu verdienen.

Falsche Erwartungen Durch Social Media

Ein weiterer Grund warum Trading gerade für Anfänger so schwer ist, liegt an den sozialen Medien. Viele Trader kommen durch absolut falsche Versprechungen an die Börse.

Wer einmal in der Welt der Trader gelandet ist, wird schnell im Internet über vermeidliche “Gurus” stolpern, welche einem erzählen wie sie in 20 Tagen aus 100 Euro 24.000 Euro gemacht haben.

Wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche Hedgefond eine Rendite von 20 % im Jahr macht, sind die versprochenen Renditen der Gurus vielleicht doch etwas surreal.

Ich sage zwar nicht das es nicht möglich ist eine sehr gute Rendite zu erzielen aber gerade als Anfänger an den Märkten sollte man erstmal davon Träumen nicht zu viel zu verlieren, statt die Millionen zu kassieren.

Ansonsten wird man schnell feststellen, dass Frustration einsetzt, wenn die versprochenen Renditen um ein paar tausend Prozent verfehlt werden…

Auf einen Stopp-Loss verzichten

Wenn ich Trader sehe, welche auf einen Stopp-Loss verzichten, klärt sich die Frage “warum ist Trading so schwer?” fast schon von selbst. Ein Stopp-Loss ist ein must-have.

Der Stopp-Loss verhindert große Verluste und was noch viel wichtiger ist, Dein Trade wird beendet, sobald das Signal, welches Du handeln wolltest, nicht mehr valide ist.

Damit dies bestmöglich funktioniert ist es natürlich wichtig, dass Du den Stopp-Loss an eine sinnvolle Stelle packst. Dies kann von Strategie zu Strategie ganz unterschiedlich sein.

Oft machen aber die letzten Tiefpunkte bzw. Hochpunkte oder aber auch Support- und Ressistance-Zonen sinn. Wo genau der Stopp-Loss hinkommt, solltest Du in Deiner Strategie fest definiert haben.

Ein weiterer Vorteil eines Stopp-Loss ist, dass Du, sobald der Markt in Deine gewünschte Richtung läuft, Du den Stopp-Loss nachziehen kannst um somit auch Deine Gewinne absichern zu können.

Damit Du langfristig erfolgreich sein kannst, sollte der Verlust beim Auslösen des Stopp-Loss immer gleich groß sein. Es ergibt keinen Sinn, wenn Du bei dem einen Trade mal 100 Euro riskierst, beim nächsten dann 200 und dann 30. Ein fester Betrag macht am meisten Sinn.

Oft wirst Du auch lesen, dass Du weniger Geld riskieren solltest, wenn das Signal nicht zu 100 % überzeugend ist. Mein Tipp an dieser Stelle: Wenn das Signal nicht zu 100 % überzeugend ist, dann handel es nicht!! Ganz einfach.

Langeweile Beim Trading

Trading ist oft langweilig. Viele Anfänger wollen das nicht wahrhaben und suchen konstant nach Chancen die Märkte zu handeln. Doch wenn Du nicht gerade ein Scalper bist, welcher wirklich andauern in den kleinsten Zeiteinheiten hin und her handelt, dann wird vermutlich auch Dein Trading-Alltag aus viel warten bestehen.

Ich selbst handel ausschließlich im 5-Minuten-Chart und obwohl dies eigentlich eine kleinere Zeiteinheit ist, besteht der Großteil meines Alltags aus dem Warten auf gute Einstiegssignale, welche meiner Strategie entsprechen.

Statt die ganze Zeit auf den Chart zu schauen, kann es Sinn machen, sich einfach einen Alarm zu stellen, wenn der Markt einen bestimmten Preis erreicht. Dies kann man eigentlich mit jeder gängigen Tradingplattform machen.

So kannst Du auch bedenkenlos vom Chart wegschauen ohne zu viel zu verpassen.

Häufig ergibt es Sinn, sich eine sinnvolle Beschäftigung zu suchen, welche Du beim Warten auf Einstiegssignale machen kannst. Für mich wäre das einmal das Managen dieser Webseite und zudem auch das Lernen für mein Studium. Bestimmt wirst auch Du genug Aktivitäten finden, welche Du neben dem Trading ausüben kannst. Und wenn es halt nur das Lesen der Zeitung ist…

Handeln Gegen Den Trend

Im englischen gibt es das bekannte Sprichtwort “The Trend Is Your Friend” also zu Deutsch “der Trend ist dein Freund”. Auch in dieser Trading-Weisheit steckt viel Wahres. Denn es ist bewiesen, dass die prozentuale Chance das der Markt mit dem weitermacht, was er aktuell schon macht, höher ist, als die Chance auf eine Umkehr bzw. Änderung des Verhaltens.

In der Praxis bedeutet das, die Chance das ein Trend weiter läuft, ist höher als die Chance das dieser dreht.

Gerade wenn ein Trend sehr stark in eine Richtung geht und die Korrekturen wirklich nur sehr klein sind, macht es absolut keinen Sinn, sich gegen diesen Trend zu stellen.

Ich höre oft Trader sagen, aber irgendwann wird der Trend doch drehen…

Na ja klar wird er das… Aber man wird nie genau wissen wann. Demnach ist man in jeder Hinsicht besser dran, wenn man in Richtung des Trends handelt.

Und sollte der Markt dann doch irgendwann gegen den Trend laufen, kann man immer noch den Trade schließen.

Dies ist übrigens auch sehr wichtig, wenn man Widerstands- und Unterstützungszonen handelt. Viele Trader gehen einfach blind in den Markt, nur weil dieser an einer Widerstands- und Unterstützungszone angekommen ist. Doch hier einfach in den Markt zu gehen, ist nicht besser als das direkte handeln gegen den Trend. Wenn Du denkst, dass der Trend an einer Zone dreht, dann warte ab bis dieser auch wirklich an dieser Zone gebrochen wurde.

Fehlender Chef Der Einen Korrigiert

Trading Selbständigkeit Fehler Vermeiden Durch Mentor

Wer als privater Trader tätig ist, ist meist auf sich alleine gestellt. Es gibt keinen Chef der einen von Tag 1 an bei der Hand führt. Einer der Hauptgründe warum Trading so schwer ist.

Die meisten Trader sind auf sich alleine gestellt und können Fortschritte gerade im mentalen Bereich meist nur durch Selbstreflexion erreichen. Wer das Glück hat, durch einen guten Mentor das Trading zu erlernen, ist spätestens bei der praktischen Umsetzung des Wissens alleine. Es gibt niemanden der einem über die Schulter schaut und Tipps und Empfehlungen gibt.

Mein bester Tipp, den ich Dir an dieser Stelle geben kann ist, eine Excel Tabelle zu führen, auf der Du ausnahmslos jeden Trade dokumentierst. Wichtig ist das Du dabei Anmerkungen machst, sofern Du eine Entscheidung getroffen hast, welche nicht zu 100 % Deinem Tradingplan entspricht.

Wenn Du nun einige Trades gemacht hast, kannst Du auf Deine Liste schauen und gucken, wo Du am häufigsten irrationale Entscheidungen triffst. So kannst Du Dir dieses Verhalten bewusst machen und es langfristig ablegen.

Mathematischer Nachteil

Wenn Du beim Trading einen mathematischen Nachteil hast, ist Trading nicht nur schwer, sondern gar unmöglich.

Ein mathematischer Nachteil oder auch Vorteil lässt sich feststellen, nachdem Du 30 – 50 Trades gehandelt hast, welche 100 % nach Deiner Strategie waren.

Nun musst Du schauen, wie groß Dein durchschnittlicher Gewinn und Verlust war. Wenn diese ungefähr gleichgroß sind, kannst Du, sofern Du 50 % Deiner Trades gewinnst auf Break-even bleiben.

Wenn Dein durchschnittlicher Verlust kleiner als Deine durchschnittlichen Gewinne sind, kannst Du auch bei mehr Verlusten als Gewinnen noch langfristig profitabel bleiben.

Sollte sich herausstellen, dass Deine Verluste deutlich größer als Deine Gewinne sind und zudem noch häufiger eintreten, kannst Du nicht langfristig erfolgreich sein. Am besten veränderst Du Dein Chancen-Risiko-Verhältnis oder schließt erfolglose Trades früher, um keine vollen Verluste hinzunehmen.

Sollte sich dennoch nichts an Deinem Erfolg ändern, kannst Du natürlich auch eine andere Strategie probieren oder etwas an Deiner aktuellen verändern. Doch denk dran, erst nach 30 – 50 Trades weißt Du, ob die neue Strategie mathematisch betrachtet effektiver ist.

Zu Viel Trading Pro Tag

Kann man eigentlich zu viel traden?

Ja das kann man und es ist ein wichtiger Grund, warum Trading für viele so schwer ist.

Trading erfordert viel Geduld, Disziplin und Nerven. Gerade Devisenhändler, welche 24 Stunden am Tag handeln können, neigen dazu, viel zu viel zu handeln.

Doch mit nachlassender Konzentration kommen mehr und mehr Verluste. Wenn Du merkst, dass Deine Konzentration nachlässt oder Du emotionaler handelst, mache eine Pause oder lasse das Traden für den Tag sein.

Nur wenn Du 100 % Energie hast, schaffst Du es halbwegs rational zu bleiben. Und sich mal einen Nachmittag freizunehmen, ist keine Schande. Du tust Deinem Konto und Deiner eigenen Gesundheit damit definitiv etwas Gutes.

Ich hoffe, Du konntest einiges an nützlichem Wissen aus diesem Beitrag gewinnen.

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Paul Conrad

Danke das Du auf meiner Seite unterwegs bist. Mein Name ist Paul und ich bin seit einigen Jahren an den Geschehnissen der Finanzmärkte interessiert und mittlerweile als Daytrader aktiv.

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