Trading Gewinne Laufen Lassen & Verluste Einfach Begrenzen


Trading Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen

Viele neue Trader sind auf der Suche nach der perfekten Strategie. Dem heiligen Gral des Tradings. Doch schnell wird man feststellen, dass diesen noch keiner gefunden hat. Das “Geheimnis” erfolgreichen Börsenhandels liegt zum großen Teil in dem bekannten Sprichwort: Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen.

Wer verstanden hat wie ein Markt funktioniert, versteht natürlich schnell, dass man niemals 100 % wissen kann, was als nächstes passiert. Wir als Trader haben lediglich Kontrolle über unser eigenes Verhalten. Und genau dieses Verhalten unterscheidet erfolgreiche von erfolglosen Tradern.

Wenn Du es schaffst, Deine durchschnittlichen Verluste kleiner als Deine Gewinne zu halten, wird Dein Trading langfristig betrachtet einen deutlichen Aufschwung bekommen. Wie Du am besten Deine Gewinne laufen lassen und Verluste einfach begrenzen kannst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Wie Man Wirklich Erfolgreich Tradet

Da es leider keine perfekte Strategie gibt, ist ein Trader auf ein sogenanntes “Edge” angewiesen. Dies ist ein kleiner mathematischer Vorteil, den die eigene Strategie bzw. viel wichtiger das Managen dieser aufweist.

Ein einfaches Beispiel dafür wäre, wenn Deine Gewinne exakt so groß sind wie Deine Verluste, müsstest Du über die Hälfte der Zeit richtig liegen, um Geld zu verdienen. Wenn Dein durchschnittlicher Gewinn aber doppelt so groß ist, wie Dein durchschnittlicher Verlust, dann kannst Du auch über 60 % der Zeit falsch liegen und sogar trotzdem Geld verdienen.

Somit ist es nur logisch, dass Du Deine Verluste so gering wie möglich halten musst. Andersrum ist es natürlich auch mindestens genauso wichtig, Deine Gewinne mit Geduld laufen zu lassen.

Dabei musst Du natürlich auch darauf achten, dass Du dabei Deine eigene Mentalität berücksichtigst. Nicht jeder Trader schafft es stundenlang Gewinne offenzulassen. Andere Trader haben wiederum Probleme damit, Verluste zu schnell mitzunehmen. Hier gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur das was Dir persönlich am besten passt.

Im Laufe des Beitrags werde ich Dir aber extra noch ein paar Tipps für verschiedene Handelsansätze zeigen. So kannst Du ungefähr schauen, was Dir am ehesten entspricht.

Nun werde ich Dir zeigen, wie Du Gewinne laufen lassen kannst, um Deinen durchschnittlichen Gewinn zu erhöhen.

Wie Man Gewinne Professionell Laufen Lassen Kann

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Gewinne laufen zu lassen, ist von großer Wichtigkeit. Denn selbst wenn Du Deine Verluste klein hältst, wirst Du diese Verluste trotzdem nicht ausgleichen können. Somit würdest Du lediglich das Verkleinern Deines Kontos verlangsamen.

Um Gewinne erfolgreich laufen zu lassen, gibt es 2 zu berücksichtigende Dinge.

Fangen wir mit dem schwierigeren Teil an. Dieser ist Deine eigene Mentalität. Frag Dich einmal selbstreflektierend, warum Du Gewinne schnell mit nimmst? Ist es das Erfolgserlebnis, welches sich schon bei einem kleinen Gewinn einstellt? Oder willst Du einfach den bereits erwirtschafteten Gewinn nicht wieder hergeben wollen?

Dies sind sehr wichtige Fragen, welche gerade für Anfänger nicht immer einfach zu beantworten sind. Um Diesen psychologischen Teil bestmöglich in den Griff zu bekommen, gibt es 2 Sachen die ich Dir empfehle.

Erstens brauchst Du eine klar definierte Strategie. Darauf werde ich auch später noch einmal eingehen. Je weniger variablen Du in dieser hast, desto weniger wirst Du aus dem Bauchgefühl entscheiden. Wenn Du klare Regeln für das Managen Deines Trades hast, wird Dir dies schon etwas leichter fallen.

Die zweite Sache, die Du dann tun solltest, ist jeden einzelnen Trade in einem Trading-Tagebuch zu dokumentieren. Schreib insbesondere Deine eigenen Gefühle während des Trades auf. Viele ignorieren diesen Punkt und fühlen sich unwohl, ihr Gefühlsleben und vor allem irrationales handeln sich bewusst zu machen und dann auch noch aufzuschreiben. Aber nur so wirst Du langfristig anfangen können Dich an Dein eigenes Regelwerk halten zu können. Denn erst, wenn Dir Dein eigenes irrationales Handeln bewusst wird, kannst Du dieses langfristig in Deinem Trading begrenzen und kontrollieren. Ein guter Weg wäre das zusätzliche weiterbilden über Tradingpsychologie. Dort wirst Du bestimmt Dein eigenes Verhalten oft wiedererkennen.

Der psychologische Teil ist wie gesagt die schwierige Sache. Nun kommen wir zu der bereits angedeuteten einfacheren. Dies ist Deine Strategie. Viele Trader, welche Probleme mit dem laufen lassen von Gewinnen haben, haben keinerlei Strategie zum Managen ihrer Trades. Somit ist es wenig verwunderlich, dass wir als irrationale Menschen, dann zu Bauchgefühl Entscheidungen tendieren.

Statt Dich nur zu fragen, wo kaufe und wo verkaufe ich, solltest Du ein viel größeres Augenmerk auf das Managen Deiner Trades legen. Denn dies entscheidet im Endeffekt über Erfolg und Misserfolg. Wie überall beim Trading gilt, versuche so wenig Variablen wie möglich in Deinem Plan zu haben. Denn wenn jeder Schritt nahezu fest definiert ist, bleibt gar kein Raum mehr für schlechte Entscheidungen. Das schlimmste, was dann passieren kann, ist, dass Du Dich an Deinen eigenen Plan nicht hältst.

Je nach Handelsausrichtung und Ziel beim Trading kann Deine Strategie und somit auch das Managen Deiner Trades variieren. Im Laufe des Beitrags werde ich Dir zeigen, wie Du am besten Gewinne laufen lässt und Verluste begrenzt beim Trendhandel, Bewegungshandel und beim Ausbruchshandel.

Wie Man Verluste Schnell Begrenzt

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Das Begrenzen von Verlusten unterscheidet sich kaum von dem laufen lassen von Gewinnen. Auch hier gelten wieder die 2 Regeln, welche ich bereits beim obigen Punkt angesprochen habe.

Zu berücksichtigen gilt es hier wieder Deine eigenen Emotionen zu managen, wie auch ein guter Tradingplan.

Die meisten Trader, welche Verluste laufen lassen, tun dies mit der Hoffnung, dass der Markt demnächst wieder dreht. Das dieses irrationale Verhalten auch schnell zu riesigen Verlusten führen kann, welche sämtliche Gewinne der Vergangenheit auffrisst, wird dabei meist ignoriert. Die Nutzung eines Stopp-Loss sollte also das Mindeste sein, was ein Trader beachtet. Doch auch für die Setzung eines Stopp-Loss sollte es klare Regeln in Deinem Tradingplan geben.

Sobald die eigentliche Ausgangssituation wegen der Du in den Markt gegangen bist, nicht mehr gegeben ist, solltest Du Deinen Trade beenden. Sollte der Markt später doch noch drehen, kannst Du natürlich jederzeit auch einen zweiten Einstieg wagen.

Auch wenn es manchmal schwer ist auf “Schließen” zu klicken und freiwillig einen Verlust einzustecken, so ist es dennoch notwendig. Nur so schaffst Du es Deine durchschnittlichen Verluste langfristig kleiner, als Deine Gewinne zu halten. Auch die Exit-Regeln in Deinem Tradingplan sollten komplett eindeutig strukturiert sein, um Bauchgefühl-Entscheidungen zu vermeiden.

Gewinne Laufen Lassen & Verluste Begrenzen Bei Verschiedenen Handelsausrichtungen

Nun möchte ich Dir noch kurz ein paar Anreize geben, wie Du beim Handel der Bewegung, des Ausbruchs oder des Trends sowohl den Stopp-Loss wie auch den Take-Profit setzen kannst.

Ausbruchshandel

Beim Ausbruchshandel musst Du am vorsichtigsten sein. Hier geht es nur darum kurze Bewegungen in den Märkten mitzunehmen. Sollte ein Ausbruch fehlschlagen musst Du sofort den Markt verlassen. Dein Ziel für den Take-Profit kann beispielsweise eine Support/Ressistance-Zone sein. Da Du nur den Ausbruch handelst, darf diese aber nicht weit weg sein. Dein Chancen-Risiko-Verhältnis sollte mindestens 1 betragen. Wenn Du Verluste aber rechtzeitig begrenzt, erhöht dies natürlich das CRV.

Bewegungshandel

Der Bewegungshandel gehört zu meinen liebsten Formen des Tradings. Ähnlich wie beim Ausbruchshandel müssen auch hier Verluste sofort begrenzt werden. Fehlausbrüche sind ein Exit-Kriterium. Der Unterschied liegt vor allem im Laufenlassen der Gewinne. Oftmals brauchst Du keinen Take-Profit, da Du Deinen Stopp-Loss möglichst eng nachziehen solltest. Da Du nur die Bewegung handeln möchtest, kannst Du bei einer einsetzenden Korrektur den Markt verlassen.

Trendhandel

Der Trendhandel kann äußerst profitabel sein. Hier handelst Du den Trend so lange, bis der Trend gebrochen wird. Das bedeutet für gewöhnlich, dass Du keinen Take-Profit brauchst. Deinen Stopp-Loss legst Du immer an das Ende der letzten beendeten Korrektur. Irgendwann geht der Markt an der Korrektur vorbei und der Trend wird gebrochen. Genau in diesem Moment wirst Du dann auch ausgestoppt. Beim Trendhandel ist vor allem Geduld gefragt. Wenn Du nicht lange Deine Positionen offen halten willst und nicht die Nerven hast um auch innerhalb von Korrekturen im Markt zu bleiben, bieten sich der Ausbruchshandel und Bewegungshandel vermutlich besser an.

Ich hoffe, Du konntest einiges an nützlichem Wissen aus diesem Beitrag gewinnen.

Schau Dir doch auch einmal meine anderen Beiträge oder Empfehlungen an. Danke fürs Lesen!

Paul Conrad

Danke das Du auf meiner Seite unterwegs bist. Mein Name ist Paul und ich bin seit einigen Jahren an den Geschehnissen der Finanzmärkte interessiert und mittlerweile als Daytrader aktiv.

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